Achtung Entscheidungsträger der Finanzbuchhaltung

  • Dezember 1st, 2022
  • Tips
  • Dennis Kulla

In den meisten Unternehmen, bei denen ich angestellt oder als Berater tätig war, hat sich stets herausgestellt, dass die Finanzbuchhaltung ein notwendiges Übel ist. Darauf kann man noch nicht einmal böse sein, da der Künstler oder Verkäufer an erster Stelle an sein Produkt denkt und nicht an das Rechnungswesen. Im Prinzip denkt jeder Neuunternehmer (und der ein oder andere alteingesessene Unternehmer), dass das Rechnungswesen eine Last ist, die laut dem HGB § 238 und § 242 ausgeführt werden muss. Zu beachten ist jedoch, dass eine nachlässige Finanzbuchhaltung dazu führt, den Überblick über die Finanzen zu verlieren. Daher sollte eine gewissenhafte Finanzbuchhaltung nicht nur mit Blick auf die Gesetzgebung geführt werden, sondern auch für die Sicherstellung der Liquidität des Unternehmens.

Die bisherigen digitalen Lösungen im Rechnungswesen erfassen im Wesentlichen nur die Standards einer professionellen Finanzbuchhaltung. Leider fehlen sehr oft notwendige Arbeitsmittel einer qualitativ hochwertigen Finanzbuchhaltung. Ich denke an Cloud Computing, DMS, EBICS, OCR und vieles mehr. Öffnet die Augen und schenkt dem Rechnungswesen genauso viel Aufmerksamkeit wie dem Marketing, Vertrieb oder der Produktion!

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ gehört in die 90er und soll dort auch bleiben. Wer keine Ahnung von dem Bereich hat, soll auch nicht versuchen den Bereich zu kontrollieren, denn dafür gibt es Profis, die in der Regel auch im Rechnungswesen aufzufinden sind. Schenkt dem Bereich – sei es Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung oder Controlling – im Idealfall 100 % Vertrauen. Sobald das Vertrauen da ist, steigen die Eigenverantwortung, Eigeninitiative und in der Regel kommt die intrinsische Motivation von allein, die ja bekanntlich Berge versetzen kann.

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